Sonntag, 24. März 2013

24.3.2013 - PANSTARRS vor dunklem Himmel

Konni, Jürgen , Thomas und ich trafen uns in der Außensternwarte am späten Sonntag abend. Eisige Kältde, verschneite Heide! Den Kometen konnten wir schon in der hellen Dämmerung sehen. Als es dunkel wurde sogar mit freiem Auge. In Thomas 8" Newton sah er wie ein großes Kometchen aus, mit richtig hellem Schweif. Konni, Jürgen und ich montierten unsere Apos sehr weit oben auf den obersten Fernrohrschienen. Und konnten den Kometen erstmals dunklem Himmel vor dem Sternenhintergrund ablichten.

Hier ein Bild mit meinem 75/500mm Pentax SDHF-Refraktor

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Mittwoch, 20. März 2013

Michael Jägers PANSTARRS-Fotos

Michael Jägers Kometenfotos sind eine andere Welt. Hier ein Bild mit seiner Sigma 6303-Kamera und einem 180mm Teleobjektiv

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Freitag, 15. März 2013

Spontane Astronomische Zusammenrottung

... in Allermöhe. Michi, Manfred, Jürgen, Wolfgang, Andre und ich konnten den Kometen in Allermöhe beobachten. Die Wolken hatten ein Einsehen. Dieses Mal hatten wir alle etwas mehr Brennweite aufgefahren. Was ganz erfolgreich war. Der Mond wies den Weg
und die Wolken waren nur zur Verzierung da.
(500mm Russentonne, Foto H. Lüthen)

und wenn man 25 Bilder zusammenaddierte, kam das hier heraus:

Der Komet war recht gut im Feldstecher erkennbar, es macht sich positiv bemerkbar, dass er sich langsam aus der hellen Dämmerung herausarbeitet.
Hier eine Animation von André, die den Kometen beim Untergang zeigt:



Volle Auflösung HIER !

Eine ähnlich Zusammenrottung fand im Raum Norderstedt am Parkplatz Eekholt statt. Die Tücken der Technik, die niedrige Horizonthöhe und  im Weg stehende Bäume, sibirische Temperaturen und Schneenberge waren Widrigkeiten, die hier gemeistert werden mussten. Immerhin gelang es den Teilnehmern, den Kometen kurz zu erspähen. 

(Foto Karsten Lorenzen) 

Dienstag, 12. März 2013

Komet PANSTARRS beim GvA-Treff

Am Dienstag, den 12.4. konnten wir kurz vor dem GvA-Treff den Kometen erstmals sehen. An einem Platz nur 800m von der Festen Burg entfernt hatten wir die nötige Horizontsicht. Bizarr waren die Sichtbarkeitsbedingungen: Am leichtesten war der Komet auf dem Live-View-Display der DSLRs zu erkennen.  Im Feldstecher war es gar nicht so einfach, den Kometen zu finden. Einige von uns konnten den Kometen in der extrem hellen Dämmerung auch knapp mit dem bloßen Auge ausmachen - über einer tief verschneiten Landschaft bei klirrend kalten Temperaturen. Eine rekordartig schmale Mondsichel wies den Weg.  Die Bilder guckten wir uns dann ausführlich beim anschließenden GvA-Treff an.

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Dieses Bild ist zugegebenermaßen etwas gephotoshoppt. Der Komet und der Mond sind Summenbilder mehrerer Aufnahmen mit einem 100mm Tele, der rechte Teil des Krans stammt von einem Einzelbild. Die Einzelbilder waren nicht länger als 1/30 Sek belichtet.

Als "Großen Kometen" konnten wir das Objekt trotz der an sich recht großen Helligkeit nicht einordnen. Dafür war es zu schwierig, das Objekt überhaupt zu finden. Berücksichtigt werden muss, dass man natürlich bei dem wirklich hellen Himmel nur die allerhellsten Teile des Staubschweifs sah.





Sonntag, 10. März 2013

Vorschau auf die kommenden Tage

Alle diese Stellariumkarten zeigen die Sonne ca. 10 Grad unter dem Horizont, also in der HELLEN DÄMMERUNG, gegen ca. 19:24 MEZ. Für eine größere Ansicht bitte auf die Bilder klicken.

Dienstag, 12.3.2013: Der erste Tag, an dem man den Kometen VIELLEICHT sehen kann. Momentan sehen die Wetterprognosen sehr gut aus. Die schmale Mondsichel geht übrigens gerade rechts von dem Kometen unter. Wenn der Komet hell sein sollte, kann sie einem gegen 19:00 vielleicht helfen, ihn frühzeitig mit dem Feldstecher aufzufassen. In jedem Fall sollte man rechtzeitig am Beobachtungsort sein, und eine EXZELLENTE Horizontsicht ist entscheidend. Die derzeit (So. abend) verfügbaren Wetterprognosen sehen recht gut aus, aber dennoch wird es eine schwierige Beobachtung werden.

 

Mittwoch. 13.3.: Der ideale Abend für ein Foto der Mondsichel mit dem Kometen. Eine DSLR und ein 100mm Tele erfasst beide Objekte.


Donnertag. 14.3.: Der Komet steht einigermaßen hoch am Himmel, und die Mondsichel kann immer noch bei der Orientierung helfen.


 Freitag, 15.3.Jeden Tag klettert der Komet höher, wird aber auch schwächer.


Samstag, 16.3. Astronomietag! Wie wird die Öffentlichkeit diesen Kometen finden? 



Ein paar gute Plätze mit Horizontsicht

Eben bin ich mal ein wenig durch die Gegend gefahren. Für die kommende Woche ist ja dunkler Himmel nicht so ein bestimmender Faktor, denn der Komet steht ja noch am aufgehellten Abendhimmel. Aber Horizontsicht und gute Erreichbarkeit - das wird schon wichtig werden!

Eine Option ist das Parkhaus am Bahnhof Altona, 15. Ebene. Einfahrt für Autofahrer ist die Scheel-Plessen-Straße. Mit Öffis einfach den Parkplatzschildern folgen, durchs Treppenhaus mit Aufzug ganz nach oben fahren. Über einem ist nur der Himmel, Autofahrer verirren sich selten da hin (man scheut das Hochnudeln in dem verwinkelten Parkhaus, und zur Zeit sind oben Schneeverwehungen -Schneeketten scheinen sinnvoll! Vielleicht sollten Autofahrer wirklich ein paar Etagen tiefer parken). Ein Fahrstuhl (lastenfähig) bringt einen aber rasant dort hin, und in der entscheidenden Richtung hat man einigermaßen freie Sicht bis zum Mittelmeer. Oben gibt es ein paar Laternen, aber nicht in der entscheidenden Richtung. Offenbar wurde der Site beim Venustransit von einer Horde autonomer Sternfreunde getestet und für gut befunden. Hier mal ein Lageplan (Alle Bilder anklickbar, es öffnet sich eine größere Ansicht):


Daten von Open Streetmap. Lizenz: ODbl

Und das ist der Blick in die entscheidende Richtung (Westen ist genau am Kirchturm der Kreuzkirche)


Und wenn man in der entscheidenden Phase GvA-Veranstaltungen in Allermöhe besuchen will? Auch das hab ich mir mal angeguckt. Wenn man die Otto Grot-Str. bis zu Ende nach Westen fährt, kommt man an die HANS STOLL-STRAßE. Hier wird gerade schwer gebaut, aber man kann da wohl im begrenzten Umfang auch parken. Am Nordende dieser Straße gibt es an einer der Baustellen einen ÖFFENTLICHEN DURCHGANG. Der führt einen direkt auf eine Wiese....


Daten von Open Streetmap. Lizenz: ODbl

 ...von der man gute Sicht nach Westen hat. Man muss sich zwischen den Bäumen verteilen; man kann auch an die Baumreihe so dicht rangehen, dass sie kein Faktor sind.

Wettertechnisch schwanken die Vorhersagen zwischen gutem Wetter am Dienstag und gutem Wetter am Mittwoch hin- und her. Dienstag wäre unser GvA-Treff (beginnt 19:30). Der Komet würde 19:42 MEZ untergehen.  Vor 19:00 ist es auf jeden Fall zu hell, um schon was zu sehen. Man könnte von diesem Standort aus dann zum GvA-Treff kommen. Das Wetter ist aber, wie gesagt, noch nicht ganz absehbar.

Erste Beobachtungen von der Nordhemisphäre

...hier aus Indien


So sollte es dann für uns kommende Woche aussehen


Hartwig

Samstag, 9. März 2013

Letzte Prognose, bevor es logsgeht

Ich aktualisier mal die Helligkeitsprognose für die kommenden Tage. Der Komet ist jetzt im Helligkeitsmaximum, und erfahrene Leute schätzen ihn aktuell auf ca. 1.5 Größe. Das ist etwas besser als erwartet. Es gibt zwar auch Leute, die negative Helligkeiten angeben. Das finden aber sehr erfahrene Leute unrealistisch. Man muss bedenken, dass es sehr schwierig ist, einen Kometen dicht am Horizont zu schätzen, wenn Vergleichssterne in gleicher Horizonthöhe nicht verfügbar sind. Es gibt ein australisches Foto vom 7/8.3., wo ein Stern 3.5er Größe direkt neben dem Kometen steht, und wenn man sich das so anguckt, scheinen auch aktuelle mag 1.5 ganz realistisch zu sein (Komet 2 mag heller als Stern). Die Lichtkurve söhe dann so aus (auf Bild klicken, um die Grafik größer anzeigen zu lassen).

 Die Helligkeitsanalyse passt eigentlich sehr schön für alle 2013er Beobachtungen. Eine Regression NUR der 2013-Helligkeiten (die früheren passen sehr schlecht) ergibt dann eine Helligkeitsformel
m = 5.62 + 5 log delta + 8.67 log r

Daraus erguibt sich für die kommenden Wochen folgender Helligkeitsverlauf: 12/13.3.: 1.4mag, 16.3.: 2.0 mag, 19.3.: 2.5 mag, 22.3.: 3.0 mag, 24.3.: 3.5 mag, 3.4.: 5.0 mag, 12.4.: 6.0 mag.

Grundlegendes ändert es nicht, ist die aber latent günstiger für die Tage ab dem 12.3., wo man den Kometen vielleicht in der hellen Dämmerung bereits aufsuchen kann. Ich denke, das verlinkte Foto gibt einen ganz guten Eindruck von dem, was wir erwarten können - extrem gute Durchsicht vorausgesetzt. Viele Australier sehen den Kometen übrigens aktuell NICHT mit dem freien Auge, wohl aber recht eindrucksvoll mit dem Feldstecher. 

Ab dem 12.3. kann man es versuchen. Der Komet geht dann zwar schon während der nautischen Dämmerung unter, aber ein erfahrener Merkurbeobachter ahnt, worauf es hinausläuft. Einen Platz mit extrem guter Horizontsicht sollte man sich schon man aussuchen. In den ersten Tagen der Sichtbarkeit muss es kein dunkler Himmel sein, weil der Komet eh noch in der hellen Dämmerung verschluckt wird. 
Wo am Himmel man gucken muss, haben wir schon hier genauer ausgeführt. 

Hartwig

Sonntag, 3. März 2013

Der große Feldstecherkomet von 2013

... so benennen ihn derzeit die australischen Kometenbeobachter. Offenbar sieht er im Feldtstecher etwa so aus wie ein "richtiger" großer Komet mit freiem Auge. Obwohl er derzeit auf der Südhalbkugel nur wenige Grad über dem Horizont steht, gibt es eine Reihe eindrucksvoller Bildern des Kometen.


Hier ein paar Links zu Michael Mattios Homepage

und einem schönen Bild des Kometen mit einem 300 mm Tele 
und einem etwas später aufgenommenen Bild des Kometen am Horizont. 
Die Bilder sind vor allem deshalb sehr interessant, weil der Komet derzeit so hell ist, wie er am 20.3. erscheinen wird. Auch steht er derzeit in Australien genau so tief am Horizont, wie er es am 20.3. von Norddeutschland aus tun wird. In den Tagen um die Monatsmitte März wir der Komet gut eine Größenklasse heller sein, aber NOCH tiefer stehen. 

Dennoch: Da geht was! Entscheidend dürfte die gute Horizontsicht sein.